Geschichte der Rasse

Diese Rasse trägt den Namen ihres Schöpfers, Karl Friedrich Louis Dobermann (1834 – 1895), welcher beruflich Schutzhunde brauchte. In den 70er Jahres des 19. Jahrhunderts kam er auf den Gedanken, sich selbst seine Hunde zu züchten.

Dobermann kreuzte mehrere Rassen deren Gebrauchseigenschaften ihm als wünschenswert erschienen. Es ist jedoch unmöglich mit Sicherheit genau zu sagen, welche Hunde er dafür heranzog. Kennzeichnend für diese Hunde waren ihr Mut, ihre Härte.

Dobermann fand Gleichgesinnte, die sich auch in der Zucht dieser neuen Rasse versuchten. Einer von ihnen, Otto Göller, gründete 1899 den „Nationalen Dobermannpinscher-Klub“ mit Sitz in Apolda/Thüringen.

Bis zum ersten Weltkrieg macht sich der Dobermann einen Namen als Polizeihund. So besaß z.B. die Nürnberger Polizei eine Staffel Dobermänner. Heute wird der Dobermann vornehmlich von den amerikanischen „Marines“ eingesetzt.

Die bedeutendste Rolle bei der Bildung der Dobermannrasse spielten sicherlich die so genannten "Fleischerhunde" die unter den damaligen Verhältnissen schon als eine relativ durch gezüchtete "Rasse" angesehen werden konnten. Diese Hunde waren eine Art Vorläufer der heutigen Rottweiler vermischt mit einer Art Schäferhund, der in Thüringen in schwarz mit rostroten Abzeichen vorhanden war. Mit der hier aufgezählten Mischung von Hunden hat Dobermann in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gezüchtet.

Er erhielt dadurch "seine Rasse", d.h. Gebrauchshunde, die nicht allein wachsam sondern auch "mannfeste Hof- und Haushunde" waren. Sie wurden viel als Hüte- und Polizeihunde eingesetzt. Die zahlreiche Verwendung im Polizeidienst führte damals zu dem Beinamen "Gendarmenhunde". Bei der Jagd, wurden sie überlegend zur Bekämpfung des Raubwildes benutzt. Unter den hier geschilderten Voraussetzungen war es fast zwangsläufig, dass der Dobermann schon zu Beginn dieses Jahrhunderts als Polizeihund offiziell anerkannt wurde. Die Dobermannzucht erstrebt einen mittelgroßen, kräftigen und muskulös gebauten Hund, der trotz aller Substanz In der Linienführung des Körpers Eleganz und Adel erkennen lässt. Er soll sich als Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund sowie als Familienhund in besonderem Maße eignen.

Seit einigen Jahren führt der Österreichische Dobermannklub, mit Sitz in Linz, Zuchttauglichkeitsprüfungen durch. Dabei werden die Hunde sowohl anatomisch wie auch wesenmäßig beurteilt. Angestrebt ist der Typ des ausgeglichenen, wesenfesten Dobermanns mit mittlerer Reizschwelle (also nicht aggressiv!).

Dank dieser positiven Entwicklung findet der Dobermann immer mehr Liebhaber. Durch seine Gebrauchseigenschaften eignet sich der Dobermann besonders gut zum Sporthund als auch zum kinderfreundlichen Familienhund.


Vintage Bilder der Dobermann Rasse

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